Ehrentafel Wiesbaden – eine „kleine“ Tagesrunde

Gestern ging es zusammen mit blablablub per Rad zur Ehrentafel in Wiesbaden.

Da uns der Busfahrer vom HBF Wiesbaden nicht mitnehmen wollte mussste wir eben die ganze Strecke mit dem Rad abfahren, was bei etlichen zu erwartenden Höhenmeter durchaus eine Herausforderung werden sollte 🙂

Da es hier ein wenig um die Ehrentafel gehen soll kürze ich den Hinweg ein bisschen ab und tu einfach mal so, als seien wir sofort da gewesen.

Die ersten Caches waren, naja, nicht sooo toll. Mikros im Wald eben…
Auch auf der Kuppe der Hohen Wurzel, also dem eigentlich Feld der Ehrentafel, erwartete uns so manch ein Mikro an Ecken, die auch locker einen Small oder Regular vertragen hätten. Dazu gesellten sich Klettercaches auf Bäumen mit dünnen Ästen, Sifftüten um Lock&Lock-Dose und dergleichen mehr.

Aber natürlich gab es auch schöne Dosen. Schön versteckete Regulars, tolle gebastelte Mikros und vor allem eines: Viel Wald 🙂

Fazit: Die Wiesbadener Ehrentafel ist – naja,ok – ein ECHTES Highlight konnten wir leider nicht entdecken, aber die Tour war auf jeden Fall besser  als manch andere Tour durch die hessische Hauptsstadt.

Abschließend noch ein Bild und das Höhenprofil des Tages.

Mikros im Wald können auch toll gemacht sein

Höhenprofil

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Ein Ewiger Blinker (Bauplan+Layout)

Der ein oder andere (Nacht)Cacher wird so einen Blinker schon einmal gesehen haben. Im Gegensatz zu den reaktiven Lichern in hundert Varianten macht dieser Blinker einfach genau das, was ihm seinen Namen gab: Ewig blinken (zumindest ~ 2-3 Jahre mit einer einfach Mignonbatterie).

Das macht er sehr sparsam, dauerhaft und lange – selbst mit eigentlich leeren Batterien und zudem ist er in analoger Schaltungstechnik aufgebaut, also keine Mikrocontroller die vorher programmiert werden müssen.

Ok, genug der Einführung.  Als erstes einmal der Schaltplan. Als Basis diente der Schaltplan auf www.chrysophylax.de von Jochen Wienstroth. Dort ist er als Creative Commons BY-NC-SA veröffentlich, ebenso möchte ich das für meine Daten tun.

Der Schaltplan des ewigen Blinkers

Wie man sieht besteht er lediglich aus 3 Transistoren,2 Kondensatoren, 7 Widerständen und 1 LED (die 2 zusätzlichen LEDs sind nur für die Erstellung des Layouts eingezeichnet).
Dadurch sind die Bauteilkosten sehr niedrig – man kann mit etwa 1,00 – 1,50 € rechnen.

Das Layout habe ich mir für 0805 SMD Bauteile gemacht. Ich wollte ausprobieren in wieweit sich diese Bauteile in Kombination mit selbstgeätzten Platinen sinnvoll löten lassen – mein Fazit: Problemlos.

Das Layout in einem Petling

Das Layout ist so entworfen, dass es zusammen mit einer AA-Zelle in einen normalen 10er Petling passt.

Bilder vom fertigen Aufbau folgen bei Gelegenheit, eine Version mit weniger platzoptimierem Layout blinkt mich aber schon vom Schreibtisch aus an.

Die "alte" Version des Blinkers

Damit ihr den Blinker nachbauen könnt, stelle ich euch meine Daten im zum Download bereit. Das Zip-Archiv enthält den Schaltplan und das Layout im Eagle-Format sowie eine jpg-Datei mit 6 Platinenlayouts zum ausdrucken.

DOWNLOAD (Rechtsklick -> Speichern unter)

(da WordPress den Upload von Zip-Archiven nicht erlaubt hat die Datei einen .pdf Endung bekommen. Diese nach dem Download einfach löschen)

Platinenherstellung mit der verbesserten Direkt-Toner-Methode

Hin und wieder möchte man sich eine Platine ätzen. Sei es für eine technische Cachestation, den Musikgenuss und was auch immer. Wer dabei nicht auf Loch-/Streifenraster Platinen zurückgreifen möchte oder kann und stattdessen lieber eine „richtige“ Platine haben möchte, der steht immer vor der Frage: Wie komme ich zur Platine?

Man kann natürlich sein Layout zu den einschlägig bekannten Dienstleistern geben – das lohnt sich aber insbesondere für Einzelstücke oder schnell benötigte Platinen nicht.
Man muss in solchen Fällen also zwangsläufig zur Eigenherstellung greifen.

Normalerweise kramt man dann also seine photobeschichteten Platinen und die Belichtungslampe hervor usw.

Viel schneller, billiger und vor allem fehlerfreier geht es mit der Direkt-Toner-Methode. Dort entfällt nämlich der ganze Prozess des Belichtens, Entwickelns usw.

So, und nun zur Anleitung:

1. Erstelle dein Layout wie gewohnt. Drucke es dann mit einem Laserdrucker auf ein normales Blatt Papier. Bei SMD-Bauteilen muss der Ausruck spiegelverkehrt erfolgen, bei konventionellen NICHT!

2. Klebe nun über das ausgedruckte Layout ein ausreichend großen Stück Bucheinbindefolie. Also diese durchsichtige, selbstklebende,GLATTE (wichtig!) Folie mit der man z.B. Schulbücher einklebt um sie zu schütze.

3. Drucke das Layout nun mit maximaler Tonerdichte auf die Folie. Achtung! Die Folie kann sich im Drucker lösen und dort verkleben! Ich übernehme keine Haftung für Schäden an euren Geräten!!
Im Normalfall sollte das nicht passieren wenn man die Folie vorh
er fest andrückt.

Layout auf Folie

4. Schneide den Audruck nun aus und lege ihn mit der bedruckten Seite auf eine NICHT PHOTOBESCHICHTETE Kupferplatine. Die Platine sollte vorher mit Aceton o.Ä. fettfrei gemacht werden.

5. Nimm nun ein Bügeleisen, stelle es auf die höchste Stufe und bügel das Layout. Dabei wird der Toner flüssig und verbindet sich mit der Platine.
Wie lange man Bügeln muss hängt von verschiedenen Faktoren ab, 1 Minute dürfte aber ein guter Richtwert sein.

Das Layout mit leichtem Druck aufbügeln

6. Lass nun die Platine abkühlen und ziehe dann einfach das Papier mit der Folie ab.
Sollte das Layout nach dem abziehen unvollständig sein muss man länger und/oder mit mehr Druck bügeln, bei verlaufenen Layouts kürzer und/oder mit weniger Druck.

Das fertig aufgebügelte Layout nach dem Abziehen der Folie

7. Nun einfach im gewünschten Ätzmittel baden. Der Toner ist resistent gegen die Ätzmitel und schützt somit die zukünftigen Leiterbahnen.

8. Wenn der Ätzvorgang fertig ist die Platine rausnehmen, abspülen und den Toner mit Aceton entfernen

Fertig geätzte Platine - Toner schon entfernt

9. FERTIG